"Ewige Ruhe" - ein erstrebenswerter Zustand für den Himmel?
Pfarrer Max Schultes,
Auszugsweise aus dem Regensburger Bistumsblatt Nr. 44 29.Oktober 2000

"Wenn ein lieber Mensch von uns geht, dann wünschen wir ihm für die jenseitige Welt, in die er nach dem Tode eintritt den Zustand der ewigen Ruhe. "O Herr gib ihm die ewige Ruhe ...!" Ist dieser schon seit Menschengedenken praktizierte Gebetswunsch, der schon unzählige Male über unsere Lippen kam, wirklich erstrebenswert?

.... Nachdem wir auf Erden  ... nur bruchstückhaft eine echte Lebens- und Liebesgemeinschaft erleben durften, infolge unserer menschlichen Schwächen und Unzulänglichkeiten, muß es doch das beglückendste Erlebnis des Himmels sein, mit Menschen leben zu dürfen, die auf Grund ihrer Vollendung und und Heiligkeit die Liebe in der reinsten, lautersten und selbstlosesten Form untereinander praktizieren.

.... Christus spricht vom Himmel im Bilde eines Hochzeitsmahles. Bei einem Mahl wird gegessen und getrunken, es herrscht frohe Stimmung und Unterhaltung. Es muß im Himmel die Seligkeit aller vollkommensten Geister darin bestehen, mit Gott dem himmlischen Vater reden und Umgang pflegen zu können, seinem Sohn Jesus Christus gegenüberzutreten und in das Geheimnis des hl. Geistes eindringen zu können. Es muß faszinierend sein, die großen Heiligen der Kirchen, unseren persönlichen Schutzengel ...  und namhafte Persönlichkeiten der Geschichte kennenzulernen und sich mit ihnen zu unterhalten. ...."